Blumenkränze voller Symbolik

Auf Hawaii gibt es immer einen passenden Anlass zum Verschenken der bunten Blumenkränze, die Leis genannt werden: Zur Begrüßung oder Verabschiedung, zum Geburtstag oder Schulabschluss. Auch ohne bestimmten Anlaß symbolisiert ein Lei Liebe, Zuneigung, Freundschaft oder Dank.

„Lei-Etikette“:
- In Hawaii sagt man zur Begrüßung „Aloha“. Erhält man einen Lei, sagt man „Mahalo“ (bedeutet: Danke).
- Einen Lei trägt man locker auf der Schulter, er sollte nicht um den Hals hängen.
- Es gilt als unhöflich, einen Lei abzulehnen.
- Einer Schwangeren gibt man keinen geschlossenen Lei – man denkt, dies bringt Unglück.

Die Tradition des Lei-Bindens geht auf die ersten polynesischen Siedler zurück, die vor 1.500 Jahren mit ihren Kanus über den pazifischen Ozean kamen. Sie brachten nicht nur Lebensmittel und Werkzeuge, sondern auch Pflanzen in ihre neue Heimat mit. Durch Blumenkränze bezeugten sie den Göttern ihren Dank für die glückliche Reise. Als 1770 der britische Seefahrer Captain James Cook auf die Hawaii-Inseln kam, bemerkte er, dass viele Hawaiianer Kränze aus Kukui-Nüssen und -Blättern um ihre Schultern trugen.

In der hawaiianischen Sprache bedeutet „Lei“ ein oder mehrere Kränze aus Blüten, Blättern, Nüssen, Beeren, Muscheln oder anderen Materialien. Sie können geknüpft, gedreht oder geflochten werden. Pro Lei benötigt man – je nach Art und Länge des Lei bzw. der Beschaffenheit der Blumen - zwischen 20 und 1.000 Blüten.

 

 

 

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